Pressemitteilung

Tiny Forest am Sudhaus – Berlin pflanzt Vielfalt ins Quartier

Berlin, 07. März 2026 – Auf dem Gelände des Sudhauses entsteht am 7. März ein neuer „Tiny Forest“ nach
der Miyawaki-Methode. Auf rund 230 Quadratmetern pflanzen Anwohnerinnen und Anwohner gemeinsam
mit dem gemeinnützigen Verein Berliner Bäume e.V. etwa 500 heimische Bäume und Sträucher. Ziel des
Projekts ist es, mitten im Quartier ein wirksames Modell für klimaresiliente Stadtentwicklung zu etablieren
und das lokale Mikroklima nachhaltig zu verbessern.

Bereits im Vorjahr wurde der stark verdichtete Boden fachgerecht vorbereitet: Er wurde gelockert, mit
Kompost angereichert und durch Gründüngung mit u.a. Luzerne und Klee biologisch aktiviert. Zusätzlich
wurden Regenwürmer eingebracht, um die Bodenstruktur langfristig zu stabilisieren. „Ohne gesunden
Boden kein stabiler Miniwald – er ist der unsichtbare Motor des Projekts“, erklärt Maryvonne Knoch-
Wuillemin, Vorständin des Vereins Berliner Bäume e.V. Ein stabiles Bodenmikrobiom, verbesserte
Wasserspeicherung und ausreichende Nährstoffe sowie gute Licht- und Wasserverhältnisse ermöglichen
Wachstumsraten von bis zu einem Meter pro Jahr.

Am Aktionstag setzen Freiwillige der Hausgemeinschaft Sudhaus gemeinsam mit Berliner Bäume e. V. rund
30 standortgerechte Arten dicht nebeneinander (3–5 Pflanzen pro Quadratmeter). Eine Mulchschicht
unterstützt die natürliche Selbstregulierung des jungen Waldes. Tiny Forests entwickeln innerhalb weniger
Jahre ein eigenständiges Waldökosystem mit hoher Strukturvielfalt.

Konkrete Effekte für Sudhaus
• Lokale Abkühlung durch Verschattung und Verdunstung
• Bindung von Feinstaub und Schadstoffen
• Förderung der urbanen Biodiversität
„Unser Tiny Forest wird spürbar zur lokalen Abkühlung beitragen und zeigt, wie Nachbarschaft gemeinsam
Klimaresilienz gestalten kann“, betont Karin Beese, eine der Initiatorinnen des Projekts, von der
Hausgemeinschaft Sudhaus.

Tiny Forests sind ein skalierbares Instrument für klimaangepasste Stadtentwicklung und das Sudhaus wird
damit zu einem Modellstandort für klimaangepasste Quartiersentwicklung in Berlin.

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